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Nora Kircher    Emily Drummond    A. Tormentare    B. Wallrath       B. Kircher

Leah Levine

"Sie ist wohl Deutschlands bekannteste Magierin und häufig Gast in Fernseh-Talkshows. Leah Levines Spezialitäten sind Liebeszauber und Geldmagie. Ihre Kunden sind Menschen mit Liebeskummer und auch immer mehr Firmen aus der Not leidenden Baubranche. Ob es hilft? 'Viele kommen mehrmals zu mir, weil es ihrem Geschäft jetzt besser geht.' Und das hört sich für die Branche doch wahrhaft zauberhaft an!" So schreibt Axel Schmidt an einem Freitag den 13. August in seiner Zeitungs-Serie über "Menschen in Hannover".

Magierin und Tarotesse Leah Levine ist seit langen Jahren im Geschäft. Sie berät und zaubert für Kunden aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. "Magie ist eine Wanderung zwischen den Welten, sie kann das Bewußtsein verändern und daher Menschen bei Problemen helfen", erklärt die attraktive Magierin, die "wie alle richtigen Zauberinnen und Hexen natürlich aus dem Harz stammt!"

Magierinnen können Beziehungen kitten oder trennen - je nachdem ob das Orakel das Keltische Baum-Horoskop oder die Tarotkarten sagen: "Diese zwei Menschen gehören zusammen - oder eben nicht."

Leahs Liebes- und Trennungszauber sind besonders gefragt und inzwischen kann man die auch in diversen Büchern nachlesen (s. Magische Praxis). Wie sie einen Liebeszauber macht? Das wird hier natürlich nicht verraten - aber man kann Leah Levine in Hannover kontaktieren.
Das Alltagsgeschäft der Magierin wird jedoch von der Wahrsagerei bestimmt, vor allem mit Tarotkarten. Auch in dieser Disziplin scheint sie (hexen)meisterlich. "Ich muß offensichtlich eine recht gute Trefferquote haben, denn ich habe viele Stammkunden gewonnen, meist kommen sie schon nach dem ersten Mal wieder und staunen: 'alles ist in kürzester Zeit eingetroffen, auch Dinge die zunächst unmöglich schienen!"

Aber wie ist Leah Levine denn nun Magierin und Tarotesse geworden? Sie hat in Göttingen ganz seriös Volkskunde und Sozialwissenschaften studiert. Ihr akademischer Lehrer, der sich im Rahmen seiner Forschungsarbeiten mit okkulten Themen befaßte, förderte Leah, als sie das Thema "Hexerei & Magie" wählte. Später kam dann auch ein langjähriges Studium der magischen Künste, eine Ausbildung zur Wicca-Priesterin, ein Einweihungsweg in die Chaosmagie in England und eine Ausbildung zur psychologischen Astrologin, sowie der Lehrweg des psychotherapeutischen Heilpraktikerin dazu. "Ich war davon überzeugt, daß die Magie ein Weg ist, die Welt zu erfahren und mit ihr umzugehen. Deswegen habe ich mich auf diesen Weg gemacht! Die Magie hat ihre eigene Dynamik. Der Umgang mit ihr formt auch die Magierin und nur wer bereit ist, sich und seine Ziele immer wieder zu hinterfragen, kann mit viel Selbstdisziplin eine Magierin werden. Letztendliches Ziel kann nur der Einklang mit Gott oder den Göttern sein. Erst hier wird der Mensch wahre Zufriedenheit finden. Um zum Einklang mit Gott oder den Göttern zu gelangen, ist Magie sehr hilfreich (das bestätigt auch ein kurzer Blick in die Bibel). Sie beruht auf der Wesensidentität von Mensch und Natur. Und der Weg der Magie ist ein schwerer. Man muß als erstes Macht über sich selbst erlangen: sprich Selbstbeherrschung. Wer herrschen will muß dienen können. Die Ausbildung zur Magie ist eine, die die ganze Person erfordert, dabei ist es am schwierigsten, die eigene Persönlichkeit nach hinten zu stellen. Die Magierin muß von ihrem Ego ablassen können, um Platz zu machen für eine höhere Energie. Dabei darf man sich aber nicht ganz aufgeben. Einen letzten Rest Persönlichkeit muß man bewahren, um nach einem Ritual wieder zu sich zu finden. Jede magische Praxis ist eine Gratwanderung zwischen Abrutschen in Schizophrenie und großer Macht!"

Über zehn Jahre führte Leah Levine die magische Buchhandlung ZAGOR in Hannover, begründete eine Hexenschule und arbeitete ehrenamtlich in der JVA Hannover (Einzelbetreuung und Gruppentherapie).
Inzwischen hat sie mehrere Bücher geschrieben, das "Tantra-Tarot" und das "Keltische Baum-Tarot" herausgegeben. Heute konzentriert sie sich in "Leahs magischer Praxis" ganz auf die Belange ihrer Klienten und die magischen Fertigkeiten, wie Zauber und das Bearbeiten von Amuletten. Daneben hält sie Vorträge und bietet Wochenendseminare und Workshops zu Magie und Tarot.

Aktuell ist "Das Buch der magischen Rituale - Lehrbuch der praktischen Magie" und "Liebeszauber - Das Geheimnis der Liebesmagie" erschienen. Im nächsten Jahr wird "Die Rituale der Sexual-Magie - Von Atlantis bis zum Tachua Kult" erscheinen.

www. leah-levine.de


Emily Drummond

"Gefesselt von Piraten"

Die Mutter Eugenie Kleinert floh Ende der Fünfziger Jahre aus der DDR nach Norddeutschland. Dort lernte sie den britischen Marineoffizier Stuart Drummond kennen und lieben. Als sie schwanger war, wurde Stuart überraschend nach England zurückversetzt und sie zog mit ihm. Neun Monate später wurde die Tochter Emily geboren. Die Ehe war nicht sehr glücklich und zwei Jahre später ließen sie sich scheiden und Eugenie zog mit ihrer Tochter Emily zurück noch Deutschland. Eugenie nahm wieder ihren Mädchennamen Kleinert an  und erzählte ihrer Tochter stets, der Vater sei tot.

Emily Kleinert wuchs zu einem wilden und aufsässigen Teenager heran. Kurz vor dem 18. Geburtstag fand sie zufällig Unterlagen über ihre Geburt und mußte feststellen, daß ihr Vater keineswegs gestorben war. Sie riß von zu Hause aus und fuhr nach England, wo sie schließlich auch ihren Vater fand. Der nahm die verloren geglaubte Tochter mit Begeisterung auf und erzählte viele Abende von seinen Erlebnissen als Marineoffizier Ihrer Majestät auf den sieben Weltmeeren. Verschmitzt wies er sie immer wieder darauf hin, daß er wohl von Piraten abstammen müsse. 1982 wurde der Vater überraschend wieder zur Marine einberufen und nahm am Falklandkrieg teil. Bei den ersten Gefechten mit Argentinien kam er ums Leben und Emily erbte den alten Stammsitz der Familie Drummond. Im Familienarchiv entdeckte sie u.a. ein altes Schiffstagebuch eines Vorfahren aus dem 17.Jh. Daraus ging hervor, daß dieser „Drummond“ Kaperkapitän der Britischen Krone in der Karibik gewesen war. Die „Piraten-Abstammung“ des Vaters war also nicht ganz aus der Luft gegriffen.

Emily, die inzwischen wieder den Namen des Vaters angenommen hatte, schrieb bereits seit einiger Zeit Artikel für ein angesehenes Seefahrts-Magazin und heimlich erotische Seefahrerstories für die Underground-Gazette „One hand for the main mast“. Die bekannte Autorin Leah Levine entdeckte sie für Deutschland und nahm zwei Geschichten über „Blackbeard, den Magier des Meeres“ in ihre Anthologie, die sie zusammen mit Bertram Kircher herausgab: „Das Buch der Magier und Zauberer“ auf. Inzwischen ist Emily Drummond Mitglied des Autorinnen-Stammtisches „Die Quälgeister“ in Hannover. Angeregt durch die abenteuerlichen Erzählungen ihres Vaters und Ideen aus dem Tagebuch ihres Kaper-Vorfahren aufgreifend, begann sie mit der Roman-Trilogie Gefesselt von Piraten". Inzwischen sind zwei Bände abgeschlossen und der dritte Band in Vorbereitung. Die Bücher werden in Kürze erscheinen. 

E.Drummond@gmx.net


Nora Kircher

Ihre Mutter war die wohl berühmteste Bildteppichweberin Deutschlands und ihr Vater Inhaber der bekannten Webrahmenfirma Walter Kircher in Marburg. Ihr Großvater war der anthroposophische Märchenerzähler Rudolf Geiger. Von der Mutter hat Nora Kircher die kreative Phantasie geerbt und vom Vater das handwerkliche Geschick und das soziale Verantwortungsbewußtsein. Für ihn, den mittelständischen Unternehmer, galt immer der Grundsatz: "Wenn es meinen Mitarbeitern gut geht, geht es auch meiner Firma gut!"

Nora Kircher wurde 1956 in Marburg geboren. Mit siebzehn Jahren ging sie für ein Jahr in die USA und lebte und arbeitete auf einer Pferderanch in Colorado. Nebenbei gab sie kostenlose Webkurse und Deutschunterricht für junge, ehemalige Strafgefangene - ein Resozialisierungsprogramm des Bundesstaates Colorado. Als sie zurück kam, machte sie eine Fotografenlehre bei einem Modefotografen in Frankfurt. Ihr Wunschberuf Krankengymnastin war leider auf Grund ihrer gesundheitlichen Situation nicht realisierbar. Nach der Lehre folgten Berufsstationen in Hannover und Hamburg und 1982 die Meisterprüfung auf der Bundesfachschule für Fotografie. 1984 gründete die junge Fotografenmeisterin ihr eigenes Fotostudio in Nörten-Hardenberg. 1991 verkaufte sie das Fotostudio und arbeitete von da an als freie Fotografin. Ausstellungen im In- und Ausland und diverse Fotobildbände – alles unter dem Motto „Menschen wie wir“ - folgten. Jürgen Theis, Direktor i. R. der Bundesfachschule für Fotografie formulierte das bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Alltagsleben in Peking“ 1990 so: “Auf meine Frage, ob sie nur arme Leute fotografiert habe, sagte sie mir, daß es dort offensichtlich keine Armut – aber auch keinen Reichtum gäbe. Sie habe versucht die Menschen in ihrem Umfeld so einzufangen, wie sie ihre begegnet seien. Das sei aber kein Voyeurismus – im Gegenteil – die Fotografin war immer bemüht, nicht die Menschenwürde dieser Leute zu verletzen. Ich finde, daß ihr das bestens gelungen ist. Es gibt keine peinlichen Bilder in dieser Ausstellung – es gibt keine entwürdigenden oder gar demütigenden Aufnahmen. Was wir sehen ist eine andere Welt – aufregend und fremdartig ..... Eine Portraitfotografin zog aus, um ein Stück ferne Welt zu erleben – sie hat uns Bilder von bestechender Intensität aus dieser Welt zu Sehen, Kennenlernen und Beurteilen hierher gebracht. Keine künstliche, heile Welt, sondern den nüchternen Alltag der chinesischen Hauptstadt Peking. Dafür gebührt ihr Lob, Anerkennung und Dankbarkeit.“

Neben ihrer Tätigkeit als Fotografin hatte sie begonnen schriftstellerisch tätig zu werden. Sie hatte bereits mehrere Anthologien veröffentlicht, als sie den Wiesbadener Verleger Dr. Werner Jopp kennen lernte. Der fand ihre Idee, einen „Patienten-Ratgeber“ für Zöliakie/Sprue-Betroffene zu publizieren ausgezeichnet und veröffentlichte 1993 ihren ersten Ratgeber „Milchfrei leben – glutenfrei leben“ und damit das erste Buch zum Thema überhaupt. Als selbst Betroffene (Nora Kircher hatte, wie viele andere Betroffene, einen langen Leidensweg mit vielen Fehldiagnosen hinter sich) fand sie offensichtlich den richtigen Ton und so ist dieser Titel bis heute das meistverkaufte Buch zu diesem Thema (inzwischen mit weit über 50 Tsd. verkauften Ex, in der 18. Auflage!). Außerdem half sie anderen Betroffenen durch Mitarbeit in der DZG (Deutsche Zöliakie-Gesellschaft), organisierte Auslandreisen für Betroffene und hielt Seminare ab.  Rasch folgten weitere Patientenratgeber zu Themen wie: “Milchallergie“/„Laktoseintoleranz“/ „Leben ohne Zucker“ usw. Inzwischen sind 15 Titel erschienen und jedes so erfolgreich wie die anderen.
Als Dr. Jopp, mit dem sie viele Jahre vertrauensvoll zusammengearbeitet hatte, aus Altersgründen seinen Verlag an einen ausländischen Verleger verkaufte, wurde die Zusammenarbeit zusehends schwieriger und unerfreulicher. Letztendlich führte das zu Trennung von ihrem "alten" (neuen) Verlag. Inzwischen hat Nora Kircher einen neuen "Verlagsversuch" beim Haedecke-Verlag gestartet, in dem die eigene Edition "Bücher aus der Gesundheitsschmiede" erscheinen werden.

Parallel zu dieser schriftstellerischen Tätigkeit entschied sie im Alter von 40 Jahren noch einmal eine neue Ausbildung zu beginnen – und zwar zur Heilpraktikerin. Damit war sie fast wieder bei ihrem ursprünglichen Berufswunsch angelangt. Nach sehr erfolgreichem Abschluß der Ausbildung gründete sie im Frühjahr 2000 in Lippoldsberg an der Oberweser ihre „Naturheilpraxis Alte Schmiede“. Und da für sie – die Schriftstellerin und Fotografin – immer noch der Mensch im Mittelpunkt steht, war diese Praxis von Anfang an sehr erfolgreich und wird im Volksmund nur die "Gesundheitsschmiede" genannt.

Ihre Erfahrung und ihr praktisches naturheilkundliches Wissen, gibt sie aber nicht nur in Büchern, sondern auch in vielen Vorträgen, Seminaren und bei Ihrer zusätzlichen Tätigkeit als Dozentin einer der bekanntesten Heilpraktikerschule weiter. Natürlich hat sie noch viele andere Pläne. So wird sie im Jahre 2009, zusammen mit ihrem Mann Timur B. Kircher, in Lippoldsberg an der Oberweser das "Weberei-Museum Kircher - Ein Ausstellungs- und Erlebniszentrum für Textilgeschichte und traditionelle Handwerkskunst" eröffnen und betreiben.

www.nora-kircher.de


Andrea Tormentare - "Prima inter pares" bei den "Quälgeistern"

"Die dunkle Seite kann durchaus eine verführerische Wirkung auf ihn ausgeübt haben... Gewalt kann süchtig machen."
Iris Johansen

Als Andrea Tormentare mit ihren Freundinnen in Hannover den Stammtisch "Die Quälgeister" begründete, antwortete sie auf die Frage nach Sinn und Zweck: "Nein, das ist kein "Club der toten Dichter" - das ist der "Club der erotischen Dichterinnen." Der Stammtisch "Die Quälgeister" in einem Hannoveraner Szene-Lokal ist inzwischen schon etwas Besonderes. Sex - pardon - sechs Autorinnen, haben vor einem Jahr beschlossen, ihre Phantasiespiele auszutauschen und wechselseitig vorzustellen. Sie sammeln Alltags-Ereignisse, wie man sie in Kurzmeldungen der Zeitungen liest oder in den Gesprächen im Friseursalon hört. Daraus entwickeln sie dann ihre heißen, spannenden, abenteuerlichen, überraschenden, humorvollen und spritzigen Erzählungen, die alle von den vielfältigen Möglichkeiten sexueller Betätigung handeln.
Die Geschichten berichten unter anderem von den erotischen Abenteuern und Erfahrungen zweier Freundinnen: Eve, rassig, schwarzhaarig, gebräunte Haut, viele Piercings und Tattoos, lustvoll schmerzsüchtig und Lillith, genannt Lill, eher etwas schüchtern, viel Metall am Körper, hellhäutig, glatte blonde Haare, immer interessiert an neuen erotischen Erfahrungen. Aber auch deren Freundinnen, die Zollbeamtin Veronika oder das Modepüppchen Melissa, kommen sexuell zu ihrem Recht. Und last not least gibt es Geschichten in denen die Männer, wie z.B. Mr. S. dominieren. Alles in allem: ein lese-lust-iges Geschichten-Karussell. Wenn man(n) sie liest, wird man nicht nur überrascht, sondern man entdeckt auch völlig neue Seiten, denn diese Erzählungen sind ein erotisches Lesevergnügen und können mehr als fesseln.
Andrea Tormentare ist die unermüdliche "Bewegerin" dieses Stammtisches. Unter dem Motto "Safer Sex - lies ein Buch"! möchten die "Quälgeister" nun ihre literarischen Erzeugnisse nicht nur untereinander austauschen, sondern auch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. Deshalb erscheint in Kürze der erste Geschichten-Band unter dem Titel:

"Die dunklen Seiten der Lust-  Erregende Geschichten mit vielen Höhepunkten".


Bertram Kircher - der Geschichtensammler
Privatgelehrter, Literatur-Archäologe oder "literarisches Trüffelschwein"?

Die 75. Anthologie sollte natürlich eine ganz besondere werden - und das ist ja auch gelungen:  2005 erschien im Freiburger Herder-Verlag "Die Bibel in den Worten der Dichter" - "Eine Schatzkiste voller literarischer Perlen und die schönste Neuerscheinung in diesem Frühjahr!", meinte jedenfalls Paul Kesten vom Kulturjournal des NDR. Für Bertram Kircher, alias Bertram Wallrath, war es ein doppeltes Jubiläum:  30 Jahre vorher erschien seine erst Anthologie: "Germania. Illustrierte deutsche Geschichte in Balladen und Gedichten" - ausgerechnet im schweizer (!) Bucher-Verlag.

Im Vorwort dieser persönlichen "Jubiläums-Anthologie" schreibt Bertram Kircher: "Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie im "heiligen" Köln der Nachkriegszeit, gab es für mich zuerst einmal außer der Bibel kaum Vorlese- oder Lesestoff. Aber die Bibel gab es eben zu Hause, im evangelischen Kindergarten und in der katholischen Volksschule. Später dann, als meine Eltern, schlichte aber einfühlsame Menschen, und engagierte und fördernde Lehrer mich in den großen Garten der Literatur führten, entwickelte ich für den Rest meines Lebens zwei Leidenschaften, die ich nie mehr aufgeben sollte: lesen und sammeln."
Von da an wurde sein Leben immer von Büchern begleitet und bestimmt:
Neben verlegerischen Tätigkeiten fand Bertram Kircher aber immer Zeit Anthologien zusammenzustellen, z.B. "Uns plattdüütsch Vaderland" im Diederichs-Verlag und natürlich diverse Anthologien im eigenen Verlag.
Als nächstes startete Bertram Kircher die "Bibliothek der Entdeckungen", in der u.a. die erste deutsche Übersetzung von Marten t`Hart ("Eine unfreiwillige Seereise") und das legendäre (und vor allem oft kopierte) "Keltische Baum-Horoskop - Bäume lügen nicht" erschien.
Ende der 80er Jahre entstand die Literaturkontor Alte Schmiede GmbH, eine "Ideenschmiede" und Dienstleistungsfirma für Verlage, Vereine und Institutionen. In diesem Rahmen konnte sich Bertram Kircher nun ganz seinen literarischen Neigungen widmen. In rascher Folge folgte eine Vielzahl von Anthologien, z.B. die "Heimat- und Stadtlesebücher" im Droemer/Knaur-Verlag, die "Geschichtslesebücher" für Heyne und Knaur, die Kinderlesebücher im Lingenverlag, die "Bayerischen Geschenkbände" im Ludwig-Verlag oder die "Bibliothek der Anderswelt"  (Hohe Priesterinnen/Schamaninnen/Heilerinnen und Schwestern der großen Göttin) und diverse kleine Märchensammlungen im Smaragd-Verlag an. Ein besonderer Coup gelang mit dem Buch über die "Bremer Stadtmusikanten" ("und sie machten sich auf den Weg nach Bremen", Schünemann Verlag), welches er zusammen mit seiner Frau herausgab. Dem Ehepaar Kircher ist es gelungen, im Rahmen ihrer "Spurensuche" nachzuweisen, wo und wie genau das Märchen von den "Bremer Stadtmusikanten" entstanden ist.

Inzwischen, Mitte Sechzig, widmet sich Bertram Kircher im KulturGut Alte Schmiede nur noch dem Lesen, Schreiben und Sammeln und immer wieder entstehen dabei ungewöhnliche "Lesebücher", Sachbücher und Tarot-Sets. So erschien zu Weihnachten 2004 im Chiron -Verlag eine "Literarische Astrologie" (zusammen hrsg. mit Reinhard Stiehle).

In einer weiteren Buchreihe mit "Mythen- und Sagen-Themen" erschienen im Albatros-Verlag "Das Buch vom Gral" und "Das Atlantis-Lesebuch" und das "Buch von König Artus und der Tafelrunde". Demnächst folgen ein Band über "Fabelwesen" und über "Arminius und die Schlacht im Teutoburger Wald".
Der Anaconda-Verlag hat vor kurzem eine Geschenkreihe mit Titeln von Bertram Kircher (Worte der Liebe - Worte der Treue - Worte gegen die Angst - Worte der Hoffnung) herausgebracht und im Sommer 2007 startete dieser Verlag eine neue Lesebuch-Reihe von Bertram Kircher mit den beiden ersten Bänden "Der Rhein von der Quelle bis zur Mündung" und "Die Donau von der Quelle bis zur Mündung".

Ebenfalls im Anaconda-Verlag erscheinen im März 2008 die beiden, in Zusammenarbeit mit Leah Levine entstandenen "Das Buch der Magier und Zauberer" und "Das Buch der Schattenwesen und Dämonen".

Bertram Kircher wird sich noch lange nicht "zur Ruhe setzen" sondern weiter als "literarisches Trüffelschwein" (so ein Kritiker der EKZ) oder als "Literatur-Archäologe" (so nennt er sich selber) aktiv sein und wir sind sicher, wir dürfen noch manches überraschende "Buch" von ihm erwarten.